Die Herkunft der im Museum vorhandenen Dokumente greift auf die Zeit der Gefangenschaft französischer Offiziere in Deutschland nach der Niederlage der französischen Armee im Jahre 1940 zurück. Die meisten von ihnen haben mehrere Jahre in so genannten Offizierslagern (OFLAG) zugebracht. Zahlreiche OFLAG wurden von den Deutschen in aller Eile eingerichtet, manchmal in bereits bestehenden Gebäuden, zum größten Teil aber in Barackenlagern in allen Gebieten des Reichs, welches damals Polen, Tschechien und Österreich mit einschloss.1945 blieben nur ungefähr 15 davon übrig.

Gemäß der Genfer Konvention waren die Gefangenen nicht zur Arbeit gezwungen. Sie blieben dennoch jahrelang in engen Räumlichkeiten ohne die geringste Privatsphäre eingesperrt und mussten aus sich selbst die Kräfte schöpfen, um die schwere, Prüfung des Freiheitsentzugs und der Trennung von der Familie durchzustehen. Viele von ihnen fanden diese Kräfte in der Solidarität untereinander, die sie bis zum Ende der Gefangenschaft verband.  Auch der Widerstand gegen die Nazi- und Vichypropa­gan­da, der sie ausgesetzt waren, förderte ihr Zu­sammengehörigkeits­gefühl.  Diese Solidarität konnte sich ebenso durch die Kultur, die Kunst und die Geistigkeit behaupten, dank des Beitrags außergewöhnlicher Menschen, die sich unter ihnen befanden. Die unveröffent­lichten Archiv-Dokumente, die Sie jetzt entdecken werden, stammen aus verschiedenen OFLAG und zeugen, manchmal durch Selbstironie, von ihrer Geschichte …
Sie stammen alle aus privaten Sammlungen, die dem Verein "Mémoire et avenir" kostenlos anvertraut wurden mit dem Ziel den kommen­den Generationen die geschichtlichen Zu­sammen­hänge zu vermitteln und die Erinne­rungen an Tau­sende von Offizieren wach zu halten.
Bis heute blieben diese Dokumente oft verborgen und deshalb unbenutzt; nun kommen sie zu Tage. Wir hoffen, sie werden großes Interesse wecken.
Eine solche Sammlung ist einmalig. Zur Geschichte der in deutschen OFGLAG gefangen gehaltenen französischen Offiziere wurde bislang wenig Material veröffentlicht und auch wissenschaftlich bearbeitet.
Wir wollen uns bei unseren Wohltätern herzlich bedanken, die uns diese Archiv-Dokumente anvertraut und uns erlaubt haben, sie im Rahmen des virtuellen Museums zu digitalisieren und zu veröffentlichen.
Sollten an den Fotos und Dokumenten berechtigte Personen unsere Web-Site besuchen, die wir bisher nicht kontaktiert haben, so bitten wir um Verständnis, denn nicht alle Berechtigten konnten bisher ausfindig gemacht werden. Sie können aber jederzeit Kon­takt mit uns aufnehmen.

Besucher unserer Web-Site, die uns ihre Familienarchive zukommen lassen wollen, bitten wir ebenfalls um Kontaktaufnahme zu uns. Unser virtuelles Museum soll ständig erweitert und damit bereichert werden.

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